IN and OUT im Februar 2010

Februar 2nd, 2010

Nun bin ich ja herstellerunabhängig. Wie viele andere auch habe ich mich schon häufig in den letzten Jahren über Microsoft aufgeregt. Mein momentaner Eindruck ist, dass Microsoft sehr viel besser geworden ist und wir uns in unseren Gewohnheiten – ja- angepasst haben. Derzeit habe ich zur Information Windows 7 und Office 2010 auf einem Notebook mit SSD laufen. Und was soll ich sagen?: Ich bin zufrieden. Eigentlich sogar sehr zufrieden.
Bei uns in der Firma läuft es ja immer so: Sobald eine neue Beta-Version von irgendetwem frisch rausgekommen ist, legt man sie mir heimlich auf den Schreibtisch und verlässt sich auf meine Standardreaktion (oh, neue Software! Gleich mal aufspielen..) Einige Tage später erkundigt man sich dann scheinheilig bei mir, wie mein Rechner denn so läuft. Aus der Serie: Legs mal dem Piwinger hin, der installiert das garantiert…
Der Vorteil ist, dass ich mich sehr schnell an neue Inerfacedesgins gewöhne. Zum Beispiel suche ich Dateien oder Programme nur noch über die W7-Suche. Außerdem habe ich die vorgegebene Verzeichnisstruktur resigniert akzeptiert. Plöztzlich finde ich meine Kram in Windeseile wieder.
Jetzt könnte man sagen, dasss ich den Widerstand gegen dominierende Software aufgegeben habe. Auf der anderen Seite arbeite ich schneller und effektiver.
Ander Hersteller gehen mir aber immer noch auf die Nerven, z.B. HP. Sobald man versucht, einen harmlosen Druckertreiber von der Originalseite zu laden, wird einem der Rechner ungefragt mit überflüssigem Zeug zugekleistert, dass man beginnt seinen Drucker zu hassen. Konsequenz: Wir kaufen freiwillig keine HP-Drucker mehr. Dumm gelaufen.
Und LINUX? Wo ist Linux? Meiner Vermutung nach wird sich die OS Communitiy in Kürze mit der typischen Wellenbewegung zurückmelden. Spätestens, nachdem mal wieder skandalöse Sicherheitslücken bei den Kommerziellen aufgetaucht sind.
Ich habe übrigens auch Bekannte in fortrgeschrittenem Alter, die alle neuen technischen Trends volles Rohr mitgehen, um sich geistig fit und flexibel zu halten. Vielleicht gibts in Zukunftja  neue Technik mit Kassenzuschuss, als Demenzprophylaxe.

Herzliche Grüße
Ihr Götz Piwinger

Microsoft Partnerkonferenz 2009 in Dresden

September 10th, 2009

da konnte der Besucher doch nur bester Laune sein: Dresden zeigte sich an den Tagen der deutschen MS Partnerkonferenz mit ca. 1200 Teilnehmern von seiner schönsten Seite. Denn das Wetter war klasse! Und zum Glück das Konferenzcenter einen riesige Terrasse mit Blick auf die Altstadt. Als hätten es die Veranstalter vorausgesehen, war der Außenbereich komplett mit Bänken, Getränkeoasen und BBQ ausgestattet. Solche Umstände sorgen für gute Atmosphäre. Auf dieser Konferenz trifft sich der Softwaregigant mit seinen deutschen Partnern. Natürlich hatte Microsoft als Versanstalter auch Glück. War auch nötig, denn die Treffen der letzten Jahre erhielten nur teilweise gute Kritiken. Aber auch hier ist erstaunlich, wie so eine großes Unternehmen lernt. Die haben offensichtlich die Bewertungsbögen der letzten Jahre studiert und konsequent gekaizt, was der geneigte Besucher sehr zu schätzen weiß. Knackige Vorträge und Themen, straffer Zeitplan, kurze Wege, guter Mix aus internen und externen Speakern, ausreichend Raum zum Netzwerken, jeden Vortrag nur ein Mal, gibts für die Besucher später ohenhin als Aufzeichnung. so weit mein Lob zum Umfeld.  Aber das hier heisst ja schließlich Seminarblog; also was gibt es Neues von Microsoft Training?
Für CPLS (Certified Partner for Learning Solutions) werden sich die Regeln mal wieder ändern, aber wie genau konnte man den Aussagen nicht entnehmen (“ist noch nicht final”). Auf jeden Fall scheint es so zu sein, dass Microsoft offensichtlich lieber mit Schulungsketten zusammenarbeiten möchte,  denn die vorgeschlagenen Regeln, nach denen sich nach außen das demnächst zweistufige Branding ergibt, passen perfekt zu niederlassungsorientierten Großbetrieben, weniger zu regionalen Fachunternehmen. Die Plakette der fortgeschrittenen Partnerstufe bezeichnet zu 98% die Größe eines Schulungsanbieters und mit dem Rest eine zarte Andeutung von Qualität und Engagement. Seit der global verantwortliche Mister Z. am Ruder des Microsoft Schulungsdampfers sitzt, haben die CPLS und deren Kunden nichts zu lachen. Leider kann ich hier nicht so en detail gehen wie ich gerne möchte. Aber versuchen Sie doch mal auf der Microsoftseite einen passenden SQL-Kurs herauszusuchen. Ich glaube es gibt um die siebzig.. Oder bei VUE einen Microsoft Test zu buchen. Wie finden Sie die Qualität der deutschen MOC-Unterlagen? Wer braucht ein Exchangetraining, wo mit zehn Exchangeservern geschult wird? Deswegen empfehle ich die IT-Trainingsreihe “Alles für..”.
Im Gegensatz zur Marschrichtung, die aus USA weltweit konfiguriert vorgegeben wird, glänzt die deutsche Division durch lösungsorientierte Themen, moderne Lernformate und hoher Innovationskraft. Aber leider nur für Microsoftpartner, nicht für Sie. Diese Formate werden vom globalen Konzern nicht an seine Partner für deren Kunden geliefert.
Also gilt immer noch die Devise, bei einem Schulungspartner Ihres Vertrauens zu buchen, weil der sich an Ihren Bedürfnissen orientiert und nicht an denen eines einzelnen Herrn in der amerikanischen Konzernzentrale. Es gibt gute Beispiele.  Unabhängige Seminaranbieter mit hoher Fachexpertise behaupten sich erfolgreich in einem Markt globalisierter Standardseminare. Das sollte uns eine Überlegung wert sein.

Herzliche Grüße
Ihr Götz Piwinger