CeBit 2010:Wer fährt mit?

Februar 17th, 2010

“in welcher Halle stellt ihr auf der nächsten CeBit aus?” Naja, sind wir ehrlich: So stellen wir die Frage schon lange nicht mehr. Für eine Menge Anbieter ging der Weg von eigenen Stand oder Landesstand hin über die berühmten Ministehlen beim Hersteller als einer von 100 Unterausstellern hin zum Besucher für 3-2-1 Tage. Die Messen haben ein Problem. Wir haben ein Problem: Nämlich keine Zeit für strategisches Handeln und kritischen Austausch. Das Tagesgeschäft fordert seinen Tribut, die Unternehmen fahren nur noch “auf Sicht”, wie soll man da ein Woche “Ausfall” verkraften können?
Die Alternativen zur Messepräsenz sind mehrsprachige Webauftritte, Roadshows und regionale Veranstaltungen. Das mag dem Alltagsgeschäft dienlich sein, strategische Kooperationen bahnen sich aber auf internationalen Messen an. Und sind oft ergiebiger als das Daily Business. Wo liegt also die perfekte Balance?
Werde ich die CeBit besuchen, wenn ich kein Aussteller bin? Kann ich als Besucher auch Geschäfte machen? Rufen Sie die Aussteller an, lassen Sie sich Termine mit den Entscheidern geben oder treffen Sie sich mit anderen “Nichtausstellern” auf der CeBit. Dabeisein ist Vieles.

Herzliche Grüße
Ihr Götz Piwinger

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Karneval im Seminar oder Seminar im Karneval?

Februar 11th, 2010

Heute ist, wie wir hier in Koblenz gesagt wir “Schwerdonnerstag”. Ab 11:00 Uhr liegen die Betriebe lahm, die Narren übernehmen das Ruder für die nächsten 5 Tage. Jetzt sitze ich also hier an meinem Schreibtsich und höre fröhliches Feiern aus unserem Bistro, (klar haben wir ein Eigenes!).
Und was hört man nicht?
Hier, im Seminarzentrum Koblenz sind vier Seminarräume belegt. Das erweckt bei mir den Eindruck, dass neuerdings in “Feiertagswochen” hineingebucht wird, um die Abwesenheit für den Betrieb erträglicher zu machen. Gut, dass wir das mal merken. Allerdings gibt das Jahr 2010 nicht viele Brückentage her. Um die weingen werden wir uns nun sicher ein paar mehr Gedanken machen. Wir haben verstanden.

Olau! aus Koblenz

Götz Piwinger

Daten zu verkaufen

Februar 6th, 2010

soso, da will unsere Regierung also geklaute Daten kaufen und verwenden. Die Rechtsverdreher behelfen sich damit, dass Daten ja keine Sachen sind und der Deal deshalb keine Hehlerei. Wenn das zum Präzidenzfall wird, werden sich auch die Adresshändler und andere Datenhändler die Hände reiben. Und sicher werden andere IT-Experten ihr Wissen nutzen, um nebenher einen “schnellen Euro” zu machen.
Ich habe jedenfalls Probleme, meinen Kindern diesen Sachverhalt zu vermitteltn. Gesetz ist Gesetz und zwar für alle gleich. Oder nach Brecht: Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral?
Irgendwie erinnert mich der Handel mit gestohlenen Daten an die Schiffsentführer in Somailia: Einer neuer Markt entsteht, machen schließlich alle so und weiter gehts. Besonders gespannt bin ich ja darauf, ob der Datenverkäufer seine Einnahmern versteuern muss. Oder bekommt er einen Persilschein? Es stinkt an allen Ecken.

Learntec 2010: In Karlsruhe nicht Neues..

Februar 3rd, 2010

“Die LEARNTEC ist die internationale Leitmesse und Kongress für professionelle Bildung, Lernen und IT”.
Dort war ich schon oft, auch gestern. Immer auf der Suche nach neuen Trends, Impulsen und Ideen. Manchmal um eigene Ideen zu reflektieren, ein anderes Mal, um Anregungen aufzunehmen. Und wie war es dieses Jahr?
Hmm..Der größte Stand ist klar das Restaurant neben den äußerst großzügig verteilten Ständen der Halle 1. Die Aussteller haben sich für kleinere Standformate entschieden. eLearning ist zum absoluten Selbstverständnis geworden. Dann würde der geneigte Besucher ja mehr Contentangebote und Medien erwarten. Sicher ist die Qualität der eLearnings sehr viel besser geworden. Doch in diesem Jahr fand ich die Ausstellung langweilig. Vermisst habe ich die HW-Provider des gamebased Learning, wie Nintendo oder wegen mir auch Apple. Die nächste Generation kann ja z.B. bekanntlich besser mit Spielkonsolen als mit der Maus umgehen. Und Microsoft? Die haben eine großes eLearning-Angebot, was derzeit sicher noch nicht optimal ist, aber die Basis für göße Lernprojekte bilden könnte. Scoyo? Auch nicht da. Ein Lichtblick der Ausstellung war das Careé des Partnerlandes Holland mit pfiffigen Lösungen, alllerdings mit garantierter Individualberatung, denn der Besucherandrang hielt sich sehr in Grenzen.
Der Markt der DACH Staaten hat sich anscheinend unter den Platzhirschen weitestgehend aufgeteilt, die vielen kleineren, quirligen Anbieter sind abwesend. Das Problem der Learntec-Ausstellung könnte sein, dass die Botschaft nicht in der Wirtschaft außerhalb der Lernelite ankommt, so kochen wir tapfer im eigenen Saft. Der wird konzentrierter aber auch weniger.

Herzliche Grüße
Götz Piwinger

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IN and OUT im Februar 2010

Februar 2nd, 2010

Nun bin ich ja herstellerunabhängig. Wie viele andere auch habe ich mich schon häufig in den letzten Jahren über Microsoft aufgeregt. Mein momentaner Eindruck ist, dass Microsoft sehr viel besser geworden ist und wir uns in unseren Gewohnheiten – ja- angepasst haben. Derzeit habe ich zur Information Windows 7 und Office 2010 auf einem Notebook mit SSD laufen. Und was soll ich sagen?: Ich bin zufrieden. Eigentlich sogar sehr zufrieden.
Bei uns in der Firma läuft es ja immer so: Sobald eine neue Beta-Version von irgendetwem frisch rausgekommen ist, legt man sie mir heimlich auf den Schreibtisch und verlässt sich auf meine Standardreaktion (oh, neue Software! Gleich mal aufspielen..) Einige Tage später erkundigt man sich dann scheinheilig bei mir, wie mein Rechner denn so läuft. Aus der Serie: Legs mal dem Piwinger hin, der installiert das garantiert…
Der Vorteil ist, dass ich mich sehr schnell an neue Inerfacedesgins gewöhne. Zum Beispiel suche ich Dateien oder Programme nur noch über die W7-Suche. Außerdem habe ich die vorgegebene Verzeichnisstruktur resigniert akzeptiert. Plöztzlich finde ich meine Kram in Windeseile wieder.
Jetzt könnte man sagen, dasss ich den Widerstand gegen dominierende Software aufgegeben habe. Auf der anderen Seite arbeite ich schneller und effektiver.
Ander Hersteller gehen mir aber immer noch auf die Nerven, z.B. HP. Sobald man versucht, einen harmlosen Druckertreiber von der Originalseite zu laden, wird einem der Rechner ungefragt mit überflüssigem Zeug zugekleistert, dass man beginnt seinen Drucker zu hassen. Konsequenz: Wir kaufen freiwillig keine HP-Drucker mehr. Dumm gelaufen.
Und LINUX? Wo ist Linux? Meiner Vermutung nach wird sich die OS Communitiy in Kürze mit der typischen Wellenbewegung zurückmelden. Spätestens, nachdem mal wieder skandalöse Sicherheitslücken bei den Kommerziellen aufgetaucht sind.
Ich habe übrigens auch Bekannte in fortrgeschrittenem Alter, die alle neuen technischen Trends volles Rohr mitgehen, um sich geistig fit und flexibel zu halten. Vielleicht gibts in Zukunftja  neue Technik mit Kassenzuschuss, als Demenzprophylaxe.

Herzliche Grüße
Ihr Götz Piwinger