Wissen als blianzierbarer Wert
Nach deutschem Recht für Unternehmensbilanzierung ist es nicht ohne Weiteres möglich, immaterielle Güter zu bilanzieren. Nach internationalem Bilanzierungswesen IRFS allerdings schon. Dort gibt es nach IAS 38 die Möglichkeit, erworbenes Wissen als Wert (Asset) in die Unternehmensbilanz zu stellen. Die Umstellung nach IFRS ist in Deutschland innerhalb der nächsten Jahre zu erwarten. Ich empfehle daher, entsprechende Vorbereitungen zu treffen:
Wie kann Mitarbeiterwissen dokumentiert erfasst werden?
Der einfachste Weg ist es, für jeden Seminarteilehmer ein anerkanntes Zertifikat bereitzuhalten oder – besser – Seminare mit einer Prüfung abschließen zu lassen.
Wie kann Wissen gespeichert werden?
Unternehmen sollten sich angewöhnen, sonst übliche Doumentationen mit eLearning-Methoden umzusetzen und die Inhalte in einem Helpdesksystem/ Wiki zu hinterlegen. So können alle jederzeit auf das Wissen in eine wenige Minuten dauerenden Lerneinheit zugreifen.
Ein Beispiel:
Chef: Erstellen Sie uns bitte einen Serienbrief für die Kunden, die schon über 10 Jahre bei uns sind?
Sachbearbeiter: Serienbrief..ufff!
Chef: Dafür haben Sie doch neulich ein Seminar besucht!
Sachbearbeiter: Aber das ist doch schon vier Monate her!
Dieses Gespräch möchte niemand führen. In unsere Fall würde der Sachbearbeiter das eLearning-Module “Sereienbriefe erstellen” wiederholen und wäre nach 5 Minuten wieder in der Lage die Aufgabe zu erfüllen. Das bedeutet: Wissen nachhaltig abrufbar machen ist ein Prozess, der im Unternehmen verankert ist und damit ein weiterer Unternehmenswert. Aus diesen Beispielen lässt isch erkennen, dass der Wert eines Unternehmens sehr viel höher wird, wenn das Unternehmen eine “Lernende Organsiation” geworden ist.
Wissen vermitteln und jederzeit für jeden abrufbar machen. Das bringts. Und kann übrigens gefördert werden, hier der Link dorthin.
Herzliche Grüße
Ihr Götz Piwinger