September 17th, 2009
Oh Mann! Daran hatte keiner gedacht. So begegnete mir neulich ein Freund, der große Verantwortung in der Unternehmens-IT trägt. Was ist passiert? Die Firma hat ihre Daten vorbildlich gesichert, die Leute haben IT-Security Seminare besucht und eigentlich fühlte man sich gegen die zur Zeit heftigen Attacken gewappnet.Aber,aber,aber…wer kennt diesen Typ Mensch nicht, der technisch brilliant, zuverlässig und loyal ist. Nur im menschlichen Bereich ist er halt nicht der Typ, der Seminare über Unternehmenskommunikation halten könnte. Er zieht sein Selbsbewusstsein aus seiner Fachkenntnis. Es ist in vielen Firmen so, das die Leistungen der Mitarbeiter nicht immer gelobt werden oder ausgiebig über die gute Fachexpertise des Mitarbeiters diskutiert wird. In dieser Tatsache lauert große Gefahr. Übrigens auch weit verbreitet im Mamagement. Wer lobt uns schon? Wem können wir über unsere Heldentaten erzählen? Die Amis nennen die Angreifer “Social Engineer”, gefährliche Hochstapler die hemmungslos den Erstkontakt herstellen und zum Beispiel auf einer Dorfkirmes ganz entspannt geheime Informationen besorgen. In diese Falle ist der Mann getappt. Das ging wochenlang, weil er sich über die neue Freundschaft mit so einem tollen Typen gefreut hat. Manchmal hatte er ein komisches Gefühl, aber das Wohlfühlen siegte. Bis der Hochstpler verschwand und der Kollege aus der IT erkannte, was er angerichtet hatte. Dann dauerte es noch mal einige schlimme Tage, bis er sich seinem Chef anvertraut hat. Die Analyse der Unternehmensnetzes incl. computerforensischer Untersuchung entdeckte eine “Blue Pill”, ein fieses Ding, dass sich in virtuelle Umgebungen einschleicht (“Glaubt mir: Ich bin selbst eine virtuelle Umgebung…”) und so Informationen unerlaubt weiterleitete. Zwei Mal Moral aus dem Erlebten: Erstens: Trainiert eure Leute für den Umgang mit “Social Engineers”. Zweitens: Wisst ihr, was zwischen den Schichtern eurer virtuellen Umgebungen passiert? Nie gab es mehr Angriffe als heute. Das nächste Mal reden wir über die Sicherheit bei der Datensicherung (kleiner Scherz).
Herzliche Grüße
Ihr Götz Piwinger
September 10th, 2009
da konnte der Besucher doch nur bester Laune sein: Dresden zeigte sich an den Tagen der deutschen MS Partnerkonferenz mit ca. 1200 Teilnehmern von seiner schönsten Seite. Denn das Wetter war klasse! Und zum Glück das Konferenzcenter einen riesige Terrasse mit Blick auf die Altstadt. Als hätten es die Veranstalter vorausgesehen, war der Außenbereich komplett mit Bänken, Getränkeoasen und BBQ ausgestattet. Solche Umstände sorgen für gute Atmosphäre. Auf dieser Konferenz trifft sich der Softwaregigant mit seinen deutschen Partnern. Natürlich hatte Microsoft als Versanstalter auch Glück. War auch nötig, denn die Treffen der letzten Jahre erhielten nur teilweise gute Kritiken. Aber auch hier ist erstaunlich, wie so eine großes Unternehmen lernt. Die haben offensichtlich die Bewertungsbögen der letzten Jahre studiert und konsequent gekaizt, was der geneigte Besucher sehr zu schätzen weiß. Knackige Vorträge und Themen, straffer Zeitplan, kurze Wege, guter Mix aus internen und externen Speakern, ausreichend Raum zum Netzwerken, jeden Vortrag nur ein Mal, gibts für die Besucher später ohenhin als Aufzeichnung. so weit mein Lob zum Umfeld. Aber das hier heisst ja schließlich Seminarblog; also was gibt es Neues von Microsoft Training?
Für CPLS (Certified Partner for Learning Solutions) werden sich die Regeln mal wieder ändern, aber wie genau konnte man den Aussagen nicht entnehmen (“ist noch nicht final”). Auf jeden Fall scheint es so zu sein, dass Microsoft offensichtlich lieber mit Schulungsketten zusammenarbeiten möchte, denn die vorgeschlagenen Regeln, nach denen sich nach außen das demnächst zweistufige Branding ergibt, passen perfekt zu niederlassungsorientierten Großbetrieben, weniger zu regionalen Fachunternehmen. Die Plakette der fortgeschrittenen Partnerstufe bezeichnet zu 98% die Größe eines Schulungsanbieters und mit dem Rest eine zarte Andeutung von Qualität und Engagement. Seit der global verantwortliche Mister Z. am Ruder des Microsoft Schulungsdampfers sitzt, haben die CPLS und deren Kunden nichts zu lachen. Leider kann ich hier nicht so en detail gehen wie ich gerne möchte. Aber versuchen Sie doch mal auf der Microsoftseite einen passenden SQL-Kurs herauszusuchen. Ich glaube es gibt um die siebzig.. Oder bei VUE einen Microsoft Test zu buchen. Wie finden Sie die Qualität der deutschen MOC-Unterlagen? Wer braucht ein Exchangetraining, wo mit zehn Exchangeservern geschult wird? Deswegen empfehle ich die IT-Trainingsreihe “Alles für..”.
Im Gegensatz zur Marschrichtung, die aus USA weltweit konfiguriert vorgegeben wird, glänzt die deutsche Division durch lösungsorientierte Themen, moderne Lernformate und hoher Innovationskraft. Aber leider nur für Microsoftpartner, nicht für Sie. Diese Formate werden vom globalen Konzern nicht an seine Partner für deren Kunden geliefert.
Also gilt immer noch die Devise, bei einem Schulungspartner Ihres Vertrauens zu buchen, weil der sich an Ihren Bedürfnissen orientiert und nicht an denen eines einzelnen Herrn in der amerikanischen Konzernzentrale. Es gibt gute Beispiele. Unabhängige Seminaranbieter mit hoher Fachexpertise behaupten sich erfolgreich in einem Markt globalisierter Standardseminare. Das sollte uns eine Überlegung wert sein.
Herzliche Grüße
Ihr Götz Piwinger
September 2nd, 2009
neue Unternehmenswerte (assets ) sind das Ziel, Weiterbildung ist der Weg. Vor diesem Hintergrund muss Weiterbildung neu gesteuert werden. Eine “Lernende Organisation”, wo Lernen zum täglichen Selbstverständnis gehört ist viel wertvoller, als eine die es nicht tut. Um das zu erreichen, sind zwei grundlegende Aspekte zu betrachten:
Erstens: Wie effizient erfolgt der Wissentransfer? Berücksichtigen Sie individuelle Lernstärken durch angepasstes Methodenangebot!
Zweitens: Wie messe und speichere ich vorhandenes Wissen abrufbar? Nutzen Sie Wissenbilanz, Knowledge Management und Bildungcontrolling!
Bei “Erstens” ist nicht mehr scharf trennbar, ob Seminar, elearning oder Coaching oder andere Einzelmethoden zum Einsatz kommen. Manche Anbieter haben das erkannt und versuchen, Namen/Marken zu kreieren, z.B. www.x-learning.de In der betrieblichen Weiterbildung wählen wir künftig zielorientiert (Uternehmenswerte) unseren Bildungweg. Eine sechzigjährige Sachbearbeiterin lernt anders als ein dreißigjähriger Ingenieur. Deshalb Transferkomponenten bereithalten und individuell kombiniert anbieten. Außerdem erworbenes Wissen jederzeit abrufbar machen, denn nur nachhaltiges Wissen ist werthaltig. Sie meinen die Investition wäre hoch?
Gegenfrage: Durch wessen Augen betrachtet? In dem Moment, in dem Sie betriebliche Weiterbildung zentralisiert planen und steuern, merken Sie erst mal, welche Budgets einzelne Abteilungen bisher in unstrukturierte Weiterbildung (Spontanbedarf, Informelles Lernen) versenkt haben . In der Summe liegen Sie dann nicht unbedingt höher, sind aber effzienter! Ihre neue “Lernende Organisation” ist Chefsache, betriebliche Weiterbildung (Personalentwicklung..) berichtet direkt an HR Vorstand, bzw. Geschäftsführer.
So wird betriebliche Weiterbildung zum bewertbaren Unternehmenswert, macht krisensicher, motiviert die Belegschaft und unterstützt Wachstumsphasen. Hört nie auf zu beginnen!
Herzliche Grüße
Ihr Götz Piwinger